Gewalt in Lhasa eskaliert

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In Lhasa, der Hauptstadt des 1951 von China annektierten Tibet, sind nach tagelangen Mönchsprotesten blutige Unruhen gegen die chinesische Besatzung ausgebrochen. Nach Angaben von Augenzeugen fielen Schüsse. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, Autos und Läden standen in Flammen, Mönche und auch Zivilisten wurden verhaftet. Nach Angaben der Rettungskräfte in Lhasa wurden mehrere Menschen getötet und es soll zahlreiche Verletzte geben.Ein Sprecher des im Exil in Nordindien lebenden Dalai Lama, des spirituellen Führers der Tibeter, berichtete, in Lhasa seien Panzern aufgefahren. „Es herrscht Chaos“, berichtete eine Augenzeugin telefonisch aus der tibetischen Hauptstadt.China hatte am Montag, als Mönche mit friedlichen Protesten begannen, eine Nachrichtenblockade verhängt. Anlass ist der 49. Jahrestag des Aufstandes der Tibeter gegen die chinesische Herrschaft am 10. März 1959 und die darauffolgende Flucht des Dalai Lama.

Dalai Lama verurteilt die Gewalt der Chinesen

Der im indischen Exil lebende Dalai Lama, hat das chinesische Regime am Montag in noch nie gehörter Schärfe verurteilt. Er prangerte Chinas schwere Menschenrechtsvergehen in Tibet an. Die Repression werde immer schlimmer, sagte er und appellierte an die Führung in Peking, keine „rohe Gewalt“ mehr einzusetzen. Die chinesische Zensur blockierte alle TV-Berichte über die Unruhen.

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